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30.1.2010

Das neue MUSICA SACRA, Zeitschrift für katholische Kirchenmusik, wartet mit Heft 1/2010

Abgelegt unter: Redundant, Blogroll — admin @ 20:17

mit zwei angenehmen und sehr erfreulichen Dingen auf: das erste ist eine frisch-lebendige Buchbesprechung, ganz anders als das übliche Durchwinken jener aus maßloser Langeweile entstandenen Papierberge in Sachen Orgel. Dank an Dan Zerfaß, der hier wegweisende Kritik einbringt im Interesse des Buchinteressenten und nicht der Autoren.

Und das zweite ist ein Artikel von Christoph Bossert: „Meine Lieblingsorgel – Die Orgel von Carl August Buchholz in der Schwarzen Kirche zu Kronstadt (Brasov).

Ich beginne mit dem Artikel von Bossert, der direkt auf sein Hörbuch „Die verlorene Spur“ Bezug nimmt, der weitgehend mit der Walcker-Orgel in Hoffenheim gestaltet wurde. Und wir gehen davon aus, dass Prof. Bossert diese Orgel von Hoffenheim, wenn sie denn wieder in einem spielbaren Zustand ist, direkt die Klangvorstellungen von Eberhard Friedrich Walcker in seiner ganzen komplexen Weise wieder gibt, als die entscheidende Walcker-Orgel versteht. Während alle anderen mir bekannten Versuche diese Klangvorstellungen aufzuarbeiten, jäh gescheitert sind.

Bossert unterscheidet die Walcker-Orgel vor 1850, was man zunächst nicht verstehen kann, weil es überhaupt keine Eberhard Friedrich Walcker-Orgel mehr nach 1850 gibt, der man klanglich nachgehen könnte. Man kann eigentlich nur der Vermutung nachgehen, dass durch die Expressionen (es sind nur die Stimmschlitze gemeint), die Walcker vermehrt nach diesem Zeitpunkt in sein Pfeifenwerk eingeführt hat, zu einer schärferen Betonung der Streicher gekommen ist. Denn Walcker hat anders als Sauer, die Expressionen rund 1,5 x des Durchmesser von der Mündungskorrektur beginnen lassen, was eben diese Klangauffälligkeit annehmen lässt. Dass Eberhard Friedrich Walcker durch die vermehrten Großaufträge nach 1850 auch andere Klangauffassungen angenommen hat, ist nichts weiter als reine Spekulation. (Denn wir können heute nicht Ulm mit Frankfurt Paulskirche im Klang vergleichen. Nur dann wäre die Möglichkeit gegeben solche Annahmen zu untermauern)

Die Buchholz-Orgel stammt nach Bossert direkt von der Wagner-Orgel her ab. Wobei das Wechselspiel von terzhaltiger und nicht-terzhaltiger Klangkrone als erstes wichtiges Innovationselement bezeichnet wird. Die Orgel in Kronstadt (Dispo kann geladen werden auf www.musica-sacra-online.de) ist 1839 von Carl August Buchholz gebaut worden. Wobei Bossert betont, dass die Expressivität jedes Manuals ein wichtiges, hervorstechendes Merkmal ist. Durch diese Expressivitäten sind klangliche Übergänge möglich, die eine wesentliche Stufe zum symphonischen Klangverständnis schaffen. In seinem Schlusssatz äußerst Bossert: „Sowohl Buchholz als auch Walcker erreichen ein klassisch-symphonisches Ideal: Sie vermitteln Entrücktheit und berührende lyrische Zartheit, können Klänge ohne Bruch näher kommen lassen, ermöglichen jederzeit differenzierte Farbübergänge und haben das Vermögenb, im vollen Werk nicht menschliche, sondern kosmische Größe spüren zu lassen, die so zum Lob göttlicher Schöpferkraft wird.“  Und ein wichtiger Nachsatz von Prof. Bossert, der nicht ausbleiben darf: „Die alleinige Eingrenzung auf das Moment des Symphonischen erscheint mir aber als zu wenig.“

 

Nun noch ein kurzer Blick auf die Buchkritiken von Dan Zerfaß „Von Anspruchsvollen und Kuriosem“. Die Orgelschule von Barbara Kraus und Torsten Laux „Lehrbriefe zum gottesdienstlichen Orgelspiel“ werden noch problemlos durchgewunken.Ernst wird es als  Das Expert Orgellexikon aufgeschlagen wird. Zuerst dachte ich zwei Gebrüder Waldschrat hätten sich einen Spaß gemacht und eine Parodie auf das Bärenreiter-Lexikon der Orgel geschrieben, wo dann solche urigen Dinge vorkommen wie: Flautado=altes spanisches Zungenregister, … sehr offene Pfeife…, auf der Kegellade hat jedes Register seine eigene Registerkanzellenlade…. etc. Aber dem war nicht so, alles in allem hat man wohl die Organ-Expert-Schulung so weit unterschätzt, dass man mit jenem Buche seine gut gemeinten Ratschläge wohl an die falsche Adresse gerichtet hat. So dass dann also die Kritik abschließt mit: „ Diese Publikation ist keinesfalls zu empfehlen, eine Nutzung in irgendwelchen pädagogischen Zusammenhängen geradezu unverantwortlich.“

gwm

28.1.2010

Neues aus Rom, Interessantes aus Schweden, Ungewoehnliches aus Costa Rica

Abgelegt unter: Redundant, Blogroll — admin @ 09:29


Wir sind bereits wieder in den beständigen Reiseverkehr des letzten Jahres eingetaucht. Zunächst habe ich eine sehr gute Mitteilung in Sachen Rom zu machen, wo unser Auftrag erheblich erweitert wurde und wir bereits im Juni mit den Arbeiten anfangen können. Wir werden hier ähnlich Bukarest immer wieder in die Orgel hinein leuchten und zeigen, welche Eigenheiten sich hier auftun. Besonders interessant ist diese Orgel, weil sie von dem berühmten Germani konzipiert wurde und jetzt von einem seiner Schüler, der zwischenzeitlich Professor am Conservatore ist, weiter betreut wird. Hier also erfolgt demnächst - während der technischen Bearbeitung - eine detaillierte Beschreibung.

Von Schweden haben wir dieses begeisterte Pamphlet erhalten: Thank you for all this!! A fantastic resource — the old pages, Aeoline and this new site including not the least the Spieltische pages! Speaking of consoles from the pneumatic era I have an upcoming project, which is renovation of a fairly well preserved three manual Åkerman & Lund console from 1932 (Örby kyrka in Mark, West Sweden) for use as Hauptwerk console. A perfect match for a very interesting Hauptwerk sample set you may have heard of — the 1904 Sauer Opus 915 from Dortmund-Dorstfeld, sampled by Prof. Helmut Maier. The 1932 Örby organ was \’my grandfather\’s organ\’, a 30 stop romantic organ with a 5 stop altar organ. It was replaced in 1974 by Hammarberg, leaving the altar organ intact (one of only five existing altar organs in Sweden left in original state), using stops from
both the 1932 Åkerman & Lund and the original 1862 Marcussen. As a curious sidenote let me add that my organ teacher at the Conservatory in Göteborg in the late 60\’s, Lennart Svegelius, was organist in Örgryte Nya Kyrka in Göteborg and instrumental in having the 1922 Walcker opus 1998 replaced in 1938 by a new organ movement influenced instrument. Now that the GOArt North German baroque organ is there nothing is left at all of the Walcker — when I practiced at the Örgryte organ during the years 1967-69 there were at least a few Walcker stops left.
History goes around in cycles. Now there seems to be an awakening interest in German romantic instruments of which there regretfully are not too many left, at least not in Sweden (the Blue Hall organ being a splendid exception). best regards, Johannes Leyman www.hauptwerk.se www.leyman.net 

Aus Costa Rica ist ein ganz  seltsamer Touristenprospekt in unsere Hände gelangt: das Land in Mittelamerika, das wohl als das Musterbeispiel für Wiedergewinnung von Regewald und subtropischer Natur gelten kann und das als eines der wenigen Länder in Mittelamerika auch von Touristen leben kann, stellt sich in diesem Prospekt, der auch die Länder Nicaragua, Panamá und Guatemala zeigt, als Land der Orgeln vor!! Und damit nicht genug, es wird ausdrücklich unsere Arbeit 2007 und jetzt während des Festivals 2009 sehr positiv erwähnt. Auch der Umstand, dass wir demnächst mit der Renovierung in Cartago beginnen ist hier  bereits aufgeführt.

Die Schrift ist viersprachig. Wir werden Texte aus diesem Heft demnächst hier zeigen.

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Gerhard Walcker-Mayer

14.1.2010

Gebrauchte Orgeln aus England: Porritt, 1906, II/12, Meth. Church, Bosworth

Abgelegt unter: Redundant, Blogroll — admin @ 18:37



Hier geht es nun weiter im Reigen mit den gebrauchten Instrumenten aus England. Diese Orgeln können direkt bei der Kirchengemeinde gekauft werden, am Ende des Beitrags befindet sich eine Emailadresse an die man sich wenden kann.

Redundant Pipe Organ M0163,   Joshua Porritt 1906, 2 manuals and pedal, 12 speaking stops

Measham Methodist Church.

Bosworth Rd. Measham  Swadlincote  Leics  UK

DE12 7LQ   SK 337 120

2010-01-14_173529.jpg


NPOR Index G00939

 

2 manuals and pedals

12 speaking stops

 

Manual action -  Tracker

Pedal action  - Charge Pneumatic

Stop action - Mechanical

 

Stop List

Pedal

Bourdon                     16

Flute                           8

 

Great

Open Diapason           8

Stop Diapason            8

Dulciana                     8

Principal                     4

Harmonic Flute          4

 

Swell

Open Diapason           8

Lieblich Gedact          8

Gamba                       8

Gemshorn                   4

Cornopean                  8

 

Swell to Pedal

Swell to Great

Great to Pedal

 

2 composition pedals

Hitch swell pedal

 

Electric blower

 

Drawstops are on square jambs.

 

Keys are ivory.

 

At some time the organ was re-sited within the building beneath a lowered ceiling. Several of the display pipes were mitred to fit.

All display pipes are speaking.

The instrument is considered of good quality and the sound amply fills the church..

 

The organ has been tuned and maintained by Cousans of Leicester.

 

Enquiries are invited to the church contact, below.

 

Buyer makes all arrangements for dismantling, packing and transport.

 

While care is taken to provide accurate information, the Methodist Church Organ Advisory Service and its advisers take no responsibility for errors.

 

Contact:

David Garner

23 Briar Close

Blackfordby

Swadlincote

Derbys DE11 8BW

Tel No. 01283 224894

Email: d.garner202@btinternet.com

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